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Bsunderi Ziit
Mit «Bsunderi Ziit» veröffentlicht Michael von der Heide eine der berührendsten Balladen aus seinem Top-Ten-Album «Noël Noël» – ein Lied voller Wärme, Hoffnung und stiller Sehnsucht nach Frieden.
Wenn in den Städten wieder Lichter leuchten und Schaufenster in allen Farben glänzen, besingt Michael von der Heide jene besonderen Momente, in denen wir innehalten, dankbar sind und uns daran erinnern, was wirklich zählt. «S’Johr isch bald verbii, s’isch wider Ziit zum zäme sii» – diese einfache, ehrliche Zeile fasst den Geist des Liedes wunderbar zusammen.
Geschrieben wurde «Bsunderi Ziit» von Marcel Wild, der bereits für von der Heides Klassiker «Hinderem Berg», «Tüüf underem Schnee» und «Liechtli» verantwortlich zeichnet. Gemeinsam schaffen sie eine musikalische Umarmung, die Nostalgie und Zuversicht vereint. Unterstützt wird Michael von Heidi Happys Kindern Rosa und Lui, deren helle Stimmen wie kleine Sterne durch den Chor leuchten.
Und vielleicht, so heisst es im Lied, denken irgendwo auch die Soldaten daran, legen die Waffen nieder, schauen zu den Sternen – und finden den Weg zurück zu ihren Liebsten.
«Bsunderi Ziit» erinnert uns daran, dass Frieden oft im Kleinen beginnt – im Miteinander, in einem Lächeln, in einem Moment der Stille
Am 28. Dezember 2025 wäre Hildegard Knef 100 Jahre alt geworden – ein Jubiläum, das Michael von der Heide zum Anlass nimmt, einer der größten deutschsprachigen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts ein ganz persönliches musikalisches Denkmal zu setzen. Mit seinem aktuellen Album „von der Heide singt Knef“ und dem gleichnamigen Konzertprogramm interpretiert er Chansons der Knef auf eigene, nuancierte Weise – respektvoll, aber nie kopierend. Das Album erschien am 29. August 2025, pünktlich zum Start der Tour – auf Vinyl und digital.
Michael von der Heide teilt mit Hildegard Knef nicht nur die Liebe zum Chanson, sondern auch diesen feinen, oft schalkhaften Blick auf das Leben, die messerscharfe Beobachtungsgabe und das Gespür für Sprache. Schon seit Beginn seiner Karriere interpretiert er immer wieder ihre Lieder – nun widmet er ihr ein ganzes Album.
Mit „Ich gebe alles auf“ erscheint nun die zweite Single-Auskopplung. Es ist einer der wenigen Songs, bei denen Knef nicht nur den Text, sondern auch die Musik selbst schrieb – ein rares Stück Selbstbehauptung inmitten ihres ohnehin beeindruckenden Werks. Der Song erzählt von einer Trennung – doch nicht in Melancholie, sondern mit unerschrockener Entschlossenheit.
Angetrieben von kraftvollen Bläsern und rhythmischer Klarheit wird hier nicht geklagt, sondern losgelassen – ohne Rücksicht auf Sentimentalitäten. Die Vergangenheit soll restlos hinter sich gelassen werden. In gewohnt scharfer Sprache wird der Ex-Partner demontiert:
„Denn so was wie dich gibt’s im Bündel / Zu Preisen, die stark reduziert…“
Doch auch die Selbstkritik bleibt nicht aus:
„Und so was wie mich gab’s schon immer / Der so was wie dich abonniert.“
Diese doppelte Perspektive – anklagend und reflektiert – macht den Song so zeitlos relevant. Von der Heide gelingt es, genau diese emotionale Ambivalenz hörbar zu machen: Die Stärke, der Zweifel, die bittere Klarheit – alles ist da.
„Ich gebe alles auf“ ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie modern und lebendig die Chansons der Knef auch heute noch klingen können – wenn sie, wie hier, mit Haltung, Respekt und künstlerischer Handschrift neu interpretiert werden.